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Alois Senefelder

Die Theaterstücke von Alois Senefelder sind heute vergessen. Alois Senefelder nicht. Um seine Stücke zu veröffentlichen, erfand er vor über 215 Jahren die Lithografie. Als sein Vater stirbt, muss Senefelder sein Studium abbrechen. Er schreibt Theaterstücke. Doch chronischer Geldmangel verhindert den Druck. Hätte er einen Verlag gefunden, wäre die Lithografie vielleicht nicht erfunden worden. So aber beginnt Senefelder mit Versuchen, seine Stücke selbst zu vervielfältigen. Der Kupferstich ist teuer und dauert lange. Denn ein Kupferstecher muss vor dem Druck eine Form stechen. Durch einen Zufall kommt Senefelder auf eine bessere Idee. Als er seiner Mutter einen Wäschezettel schreiben will, findet er kein Papier. Also schreibt er mit einer selbst entwickelten Tinte auf eine Solnhofener Schieferplatte. Als er die Tafel später säubern will, kommt ihm die Idee, die Schiefernotiz auf Papier zu pressen und so zu drucken. Es klappt. Senefelder beschließt, die Steinplatte als Druckstock zu nehmen. Hilfe bekommt er vom Münchner Hofmusiker Franz Gleißner. Auch der sucht nach einer Möglichkeit, seine Werke schnell und vor allem billig zu drucken. Er lässt Senefelder bei sich wohnen und bezahlt seine Versuche. Zusammen gründen sie die Firma Gleißner & Senefelder in München. Der Theaterautor und der Musiker stellen auf einer hölzernen Kupferdruckpresse die ersten hochgeätzten Notendrucke her. Während die üblichen Kupferstich-Noten 30 Kronen kosten, sind es bei den Steindruck-Noten nur noch sechs Kronen. Die kleine Druckerei floriert.